HEXADUR® Verschleißschutz für Gutbettwalzenmühlen

Herausforderung und Lösung für die Zementindustrie

Die Einführung der Zerkleinerung mit Hochdruckwalzenpressen hat in den vergangenen 25 Jahren deutliche Energieeinsparungen sowie reduzierte Kosten für die Verschleißmaterialien mit sich gebracht.

Jedoch neigen die heute in Gutbettwalzenmühlen (GBWM) vorrangig eingesetzten auftragsgeschweißten Walzen zu rapidem und übermäßigem Verschleiß. Je nach Abrasivität des Aufgabeguts müssen auftrags-geschweißte Walzen in mehr oder weniger kurzen Abständen aufgearbeitet werden. Die Tendenz, mit wiederholtem Aufschweißen ‚weicher’ zu werden, führt schließlich zum irreparablen Oberflächenversagen. Nach einer gewissen Anzahl Aufarbeitungen muss die ganze Walze ersetzt werden. Demzufolge ist die wirtschaftliche Nutzung von herkömmlich ausgerüsteten Gutbettwalzen-mühlen stark eingeschränkt aufgrund von:

•    konstant abnehmender Mahleffizienz
•    kostenintensiven Stillstandszeiten
•    häufigen Wartungen und Reparaturen
•    kürzere Intervalle für Ersatz bzw. Aufarbeiten.

Auftraggseschweißte Walzen profitieren zwar von attraktiven Anschaffungs-kosten, ihre laufenden Betriebskosten machen sie jedoch auf die Dauer unwirtschaftlich. Anfang der 90er Jahre reagierte Köppern auf diese Herausforderung mit der Entwicklung des innovativen und einzigartigen HEXADUR® Verschleißschutzsystems.

Unsere HEXADUR® Bandagen für Gutbettwalzenmühlen haben eine extrem verschleißfeste Oberfläche mit einem hohen Anteil an Hartphasen, die in hexagonalen Fliesen unterschiedlicher Dicke (Makroprofil) enthalten sind. Die Fliesen werden aus pulvermetallurgischem Werkzeugstahl oder Metallmatrix-Verbundwerkstoff mit hoher Verschleißfestigkeit gefertigt. Sie werden anschließend mittels eines heißisostatischen Pressverfahrens (HIP) auf einen hochfesten ringförmigen Grundkörper diffusionsgeschweißt, womit eine starke Festigkeit gegen Beschädigungen erreicht wird.

Während des Betriebs werden die Spalten zwischen den Fliesen leicht ausgewaschen und füllen sich mit gepresstem Aufgabegut. Hiermit baut sich eine wabenähnliche autogene Schutzschicht auf, die das Einzugsverhalten und den Materialdurchsatz durch die erhöhte Reibung zwischen Bandagenoberfläche und Aufgabegut verbessert.

Der weichere, jedoch zähe Stahl in den Fugen zwischen den Fliesen verhindert weitgehend die Ausdehnung lokaler Beschädigung zu benachbarten Fliesen. Die Fliesen lassen zudem leichte Beschädigungen aufgrund ihrer Fähigkeit zu, sich durch das Glätten von partiellen Abplatzungen wieder zu regenerieren.

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Königsteiner Straße 2
45529 Hattingen
Deutschland

T 02324 / 207-0
F 02324 / 207-301
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HEXADUR® Chronik

Vom 19. zum 21. Jahrhundert
2011

Neue HEXADUR® Walzendimensionen bis zu 2.000 mm Durchmesser

2009

Neuentwicklung einer größen Mühlenlinie

2007

Entwicklung eines speziellen Fliesendesigns für die Schlackemahlung

2005

Erster HEXADUR® Einbau mit Kantenschutz

Erste Anwendung der Köppern GBWM für Gold und Diamanterz

2004

Entwicklung des C-Frame®-Rahmens für einfachere Wartung

2002

Erster Einbau einer makro-profilierten HEXADUR® Oberfläche

1998

Erster HEXADUR® Einbau
in der Schlackmahlung

1996

Erster HEXADUR® Einbau in der Zementzerkleinerung

1995

Größte GBWM
(Walzendurchmesser 2,1 m,
Maschinengewicht 353 Tonnen)