Köppern Walzenpressen

Walzenpressen zur Brikettierung, Kompaktierung und Zerkleinerung
Walzenpressen von Köppern bestehen aus zwei gegenläufig rotierenden Walzen, die in einem Rahmen eingebaut und in Pendelrollenlagern gelagert sind. Neben radialen Belastungen, können die Lager auch axiale Belastungen aufnehmen, so dass ein gewisser Schräglauf der Walzen zueinander während des Betriebs ermöglicht wird.  
 
Die feststehende Walze wird direkt im Pressenrahmen abgestützt, während sich die sog. Loswalze gegen eine hydro-pneumatische Feder abstützt. Das Grundprinzip der Walzenpresse fußt auf der Loswalze. Der Abstand zwischen den Walzen ergibt sich durch das Verhältnis der Presskraft des hydraulischen Systems zu den vom zu verarbeitenden Material ausgehenden Reaktionskräften und dem voreingestellten "Null-Spalt". Der Abstand wird gemäß den Anforderungen des jeweiligen Prozesses durch die Hydraulik gesteuert. Dieses Konstruktionsprinzip gewährleistet konstante Prozessbedingungen für das Material im Walzenspalt, wodurch gleichmäßige Eigenschaften des Pressenaustragsgutes sichergestellt werden.

Eine Walzenpresse besteht aus folgenden wesentlichen Baugruppen:

  • Klapprahmen zum problemlosen Auswechseln der Walzensätze
    (Mehr zu den verschiedenen Klapprahmentypen)
  • Los- und Festwalze
  • Hauptantrieb mit Untersetzungsgetriebe
  • Zuteiler zur Materialaufgabe
  • Hydraulisches Drucksystem
  • Hydraulische Versorgungseinheit
  • Automatische Schmierung
  • Walzeneinkleidung zur Minimierung der Staubentwicklung

Der Pressenrahmen nimmt die Loswalze und die feststehende Walze sowie die hydraulischen Druckzylinder und die Walzeneinkleidung auf. Die spezifischen Anforderungen des Aufgabegutes erfordern unterschiedliche Walzenoberflächen (z.B. Vollwalzen, Bandagen oder Segmente). Die Oberflächen werden nach dem jeweiligen Bedarf des Kunden und des zu verarbeitenden Materials ausgewählt und besitzen die nötige Verschleißfestigkeit, um ein bestmögliches Verhältnis zwischen Lebensdauer und Kosten zu sichern, wobei konventionelle Presswerkzeuge auch aufgearbeitet und wiederverwendet werden können. Mehr zum Verschleißschutz

In Abhängigkeit der Fließeigenschaften des Materials und seines Verhaltens beim Füllen der Brikettformen wird das Ausgangsmaterial entweder über einen Schneckenzuteiler oder einen Schwerkraftzuteiler der Walzenpresse zugeführt.

Die Einteilung unserer Walzenpressen richtet sich nach den Größen der verwendeten Lager. Die kleinste Maschine hat eine Presskraft von 400 kN, während größere Pressen eine Presskraft von bis zu 20.500 kN aufweisen können. Die Maschinen wiegen zwischen 2 und 400 Tonnen.

Kriterien für die richtige Wahl des Maschinentyps sind:

  • die Anwendung
  • die erreichbare Umfangsgeschwindigkeit
  • spezifische Presskrafterfordernisse
  • Produktform und -größe
  • Auslegung der Presswerkzeuge und des Zuteilers.

Mehr zu den verschiedenen Klapprahmentypen.

Gutbettwalzenmühlen zur Zerkleinerung
Mehr dazu in der Zementindustrie
Mehr dazu in der Erzindustrie

Königsteiner Straße 2
45529 Hattingen
Deutschland

T 02324 / 207-0
F 02324 / 207-207
sales@koeppern.de

Technische Chronik

Vom 19. zum 21. Jahrhundert
2015

Erster industrieller Einsatz des neu entwickelten Kombinationssichters "2-Stage Koesep" in Vils / Österreich

2011

Einsatz von HEXADUR® auf Walzen mit einem Durchmesser von bis zu 2.000 mm

2005

Erster Einsatz von Köppern GBWM zur Zerkleinerung von Gold- und Diamanterz

1996

Erster Einsatz von HEXADUR® in der Zement- und Schlackezerkleinerung

1995

Erste GBWM zur Zerkleinerung mit einem Walzendurchmesser von 2,1 m

1986

Köppern liefert Gutbett-Walzenmühlen (GBWM) zur Zerkleinerung von Zementklinker

1974

Erste Anlage zur Heißbrikettierung von direkt-reduziertem Eisen (HBI)

1954

Kontinuierliche Weiterentwicklung von Walzenpressen für Brikettier- und Kompaktieranwendungen

1903

Erste Kohle-Brikettieranlage
(85.000 t/Jahr)
Brikettieranlage für Zinkoxid

1901

Erste Walzenpresse zur Brikettierung von Kohle